Krisenproteste – Occupy, Empörte und Banken in die Schranken
Infoveranstaltung | 21. Mai 2012, 19 Uhr
Eine Reihe von Protesten hat sich in den letzten Monaten erhoben. In Spanien und Frankreich haben sich "die Empörten" aufgestellt; in New Yorck, Frankfurt und anderswo Anhänger der Occupy-Bewegung Finanzplätze besetzt.
Die Gesellschaft ist in den Augen der Protestierenden gespalten in die große Mehrheit, die "hart arbeitet" und ihren Beitrag zur Gemeinschaft leistet, während andererseits einige Wenige auf Kosten von ihr leben. Letzteren wird nachgesagt den "Profit über den Menschen zu stellen" und dabei alle anderen zu schädigen. Die ganze Gesellschaft scheint einen falschen Weg eingeschlagen zu haben: "Ziel und Absicht des derzeitigen Systems sind die Anhäufung von Geld, ohne dabei auf den Wohlstand der Gesellschaft zu achten" (Manifest M15)
Wir wollen fragen: Was hat es auf sich mit dem Profit? Wird er gerade nur zu wichtig genommen oder ist er nicht vielmehr Zweck dieser Gesellschaft? Liegen die unschönen Lebensumstände von Wohnungs- und
Existenzverlust an der Gier einiger Weniger oder haben sie System? Zeugt die Forderung nach einer starken Politik, die die Reichen beschränkt ("Banken in die Schranken!") nicht mehr von der Hoffnung den Kapitalismus krisenfrei zu gestalten?
Der Protest prangert weiter an, dass die Politiker ihren Aufgaben nicht mehr nachkommen. Sie sei keine "echte Demokratie", weil sie sich von den Profitinteressen korrumpieren ließe. Darüber verletze sie ihren eigentlichen Auftrag der Bevölkerung zu dienen.
Wir wollen fragen: Muss sich demokratische Politik bestechen lassen, um auf das Wirtschaftswachstum oder den Profit acht zu geben? Besteht ihr Ziel wirklich darin, ihren Bürger*innen möglichst gute Lebensumstände zu bieten? Ist ein Mehr an guter Herrschaft die passende Antwort auf Verarmung, Wohnungsnot oder Jobverlust?
Eine Veranstaltung der Gruppe Jimmy Boyle
Cow home
Ausstellung | 08. Mai - 03. Juni 2012
The second exhibition in Berlin by the swedish based artist Amanda Karlsson. Art constructed when trying to change where your home is, both your material home and home in your mind. This is illustrated by her friends and family socializing with one of the calmest animals, the cow and superrealistic paintings with the classical house.
Die zweite Ausstellung der schwedischen Künstlerin Amanda Karlsson in Berlin. Diese Kunstwerke nahmen Gestalt an während des Versuchs, das Zuhause zu wechseln - den materiellen Ort, aber zugleich auch den im Kopf. Dies wird sichtbar in den Abbildungen von Freund*innen und Familie der Künstlerin, welche Kontakte mit einem der ruhigsten Tiere knüpfen, der Kuh, und in superrealistischen Bildern mit dem Motiv des klassischen Haus.