13.06.2016 Infoveranstaltung / Repression in Ägypten, 20 h

Fünf Jahre nach der Revolte in Ägypten
Repression, Verschwindenlassen, Folter und politischer Mord

Am 213_065. Januar war der fünfte Jahrestag der ägyptischen Revolution. Seit 2011 demonstrieren an diesem Tag Zehntausende für Brot, Freiheit, Soziale Gerechtigkeit und menschliche Würde. Jedes kritische Erinnern und jeden Protest erstickt der Präsident Abdel Fattah al-Sisi im Keim. Nach einem weiteren Aktionstag am 25. April überzog das Regime das Land mit einer Repressionswelle, in zwölf Tagen wurden 1.300 Personen verhaftet. Die ersten Urteile sind gefällt, über 150 Personen sollen wegen der Teilnahme an Versammlungen für zwei bis fünf Jahre ins Gefängnis.

Viele westliche Länder, darunter Deutschland, liefern Technik und Ausrüstung, mit der sich die Regierung an den Revolutionären rächt. Das Bundeskriminalamt und deutsche Geheimdienste treffen sich regelmäßig mit dem berüchtigten Staatssicherheitsdienst. Ägyptische Ultra-Gruppen werden als „terroristisch” verfolgt, trotzdem startete die Bundespolizei ein Ausbildungsprojekt mit der Stadionpolizei. Jetzt verhandelt das deutsche Innenministerium ein weiteres Polizei-Abkommen, das als „Vorverlagerung“ von Risiken für Deutschland nach Nordafrika bezeichnet wird. Andere Projekte zielen auf die Verhinderung von Migration in die Europäische Union.

Die Zusammenarbeit fällt AktivistInnen, BloggerInnen, JournalistInnen und LGBTs in den Rücken und stärkt die ägyptische Polizei. Ihre Mittel sind Repression, Verschwindenlassen, Folter und politischer Mord. Nicht nur Menschen aus Ägypten sind betroffen. Zu den letzten und bekanntesten Opfern gehört der Italiener Giulio Regeni, der auf bestialische Weise getötet wurde.

Auf der Veranstaltung schildern wir die wichtigsten Ereignisse seit der Revolution in 2011, geben einen Überblick über die politischen Bewegungen und erläutern die Beihilfe zur Repression durch europäische Polizeien und Geheimdienste. Ägyptische Aktivisten berichten zur queeren und LGBT-Szene sowie zur Operation #OPANTISH gegen sexuelle Gewalt auf dem Tahrir-Platz.

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06.06.2016 Abstraktivity / Marcel Strüh / Ausstellungseröffnung, 20 h

06_06Die Arbeiten von Marcel Strüh leben von einer vielfältigen Farbenpracht und laden dazu ein, die Fantasie der Betrachter*innen anzuregen.

Die Arbeitsweise Marcel Strühs ähnelt der action painting Technik von „jack the dripper“, der in den 60er Jahren seine Erfolge erzielte.
Strüh hat eine eigene Interpretation dieser Maltechnik entwickelt und spiegelt in seinen Kunstwerken minimalistische, organische sowie industielle Eindrücke wider.

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04.04.2016 – Info-Veranstaltung der Zeitschrift Bürgerrechte & Polizei/ CILIP, 20 h

12799167_10153699273704051_4158354813697047716_nÜber Jahrzehnte hinweg haben die EU und ihre Mitgliedstaaten die Abwehr gegen Geflüchtete und MigrantInnen perfektioniert. Wir haben dies in unserer Zeitschrift Bürgerrechte & Polizei/ CILIP stets aus polizeikritischer Perspektive analysiert.
Unser aktuelles Heft „Europas Staatsgewalten gegen Migration“ trägt die neuen Maßnahmen zusammen:
Militarisierung der Migrationskontrolle, zunehmende Repression gegen jede Art von Fluchthilfe, Ausbau von Datenbanken, unaufhaltsamer Aufstieg der Grenzagentur FRONTEX unter Einsatz neuer Technologien wie Drohnen und Satellitenüberwachung.

In der Veranstaltung gibt der CILIP-Redakteur Heiner Busch einen Überblick über die Krise des europäischen Migrationsmanagements sowie Taktiken zur Herstellung des „Europäischen Normalzustands“.
Ebenfalls eingeladen ist Tresor, der sich nach jahrelanger Flucht in verschiedenen Netzwerken von MigrantInnen und Geflüchteten organisiert.
Tresor erklärt die Strategie vorverlagerter Grenzen und die Bedeutung der spanischen Enklave Ceuta im Krieg gegen MigrantInnen.

Mehr Infos: www.cilip.de

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21.03.16 – UNDER QUARANTINE / Buchvorstellung und Vernissage, 20 h

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564442_10153665932834051_2638855597206083883_nVORSICHT: Frühling 2016 wird ein paar giftige Sporen bringen! Das hier sind keine Blüten!
Geld ist ein Thema mit dem sich Agustin Garcia Garcia seit Anbeginn seiner künstlerischen Kariere kritisch auseinandersetzt.

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25.01.2016 – Geschlecht, Schuld und Abwehr in der Berichterstattung über Beate Zschäpe / Buchvorstellung, 20 h

12494879_10153543912664051_2655041094905137049_nEine putzige Diddl-Maus mit rosa Hauspuschen (Süddeutsche Zeitung) oder ein Teufel, der sich zu Prozessbeginn schick gemacht hatte (Bild-Zeitung) – in der Berichterstattung über Beate Zschäpe gibt es wenig Erkenntnis über ihre Rolle im NSU. Das einzige, was gesichert scheint, ist: Zschäpe ist eine Frau, und das ist relevant. In diesem Buch werden erstens anhand eines repräsentativen Ausschnitts der Zeitungsberichterstattung die Darstellungsweisen von Zschäpe – insbesondere in Hinblick auf Geschlecht – genau betrachtet. Zweitens wird der Frage nachgegangen, wie diese spezifische Form der Berichterstattung historisch und politisch zu verstehen ist. Dazu werden Verbindungslinien zu dem Umgang mit TäterInnenschaft und Schuld in Anschluss an den Nationalsozialismus gezogen und der Blick auf die Dominanzgesellschaft gerichtet. Diese erhält durch die vergeschlechtlichte Berichterstattung über Zschäpe die Möglichkeit, sich nicht mit eigenen (rassistischen) Strukturen beschäftigen zu müssen.

Die Autorin:
Charlie Kaufhold lebt in Berlin, ist aktiv in antikapitalistischen und queer-feministischen Zusammenhängen und hat (u.a.) Gender Studies studiert.

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11.01.2016 – Lesung, 20 h

12507321_10153515803264051_5354504202425908285_nHanna Montag präsentiert ein klassisches Pottpürree von Kunst, Kultur und Kaostheorie.

Wir freuen uns auf Euch!

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24.12.2015 – SOLI-PARTY / X-MESS!

Dear all,

as every year there will be a X-MAS soli party at Café Morgenrot / Kastanienkeller. For those who have a food-, harmony-, family- or whatever overdose and of course everyone else who just wants to celebrate with us for a good cause.

12341022_10153455935519051_8618705998452349852_nIn charge of the action are

Café Morgenrot:

ELEF (80s, 90s)

Kastanienkeller:

NIKOSLAV NACHHAL (Tanzmichmal, Morgenrot)
FANFARROSA (Kater Holzig, Mex)
JAVIER LOGARES (Get Physical, Bar 25)

Cu there!

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30.11.2015 – Austellungseröffnung: The Premium Power, 20 h

Fotografien von Jessi Svahn

12249672_10153430273499051_1773949887286479378_nDie meisten von uns haben schon etwas von Fairtrade-Produkten gehört. Aber nur wenige wissen, wie Fairtrade-Standards funktionieren und viele fragen sich, ob das Geld die schlecht bezahlten Kleinbauer wirklich erreicht.

In einer Reise nach Ghana habe ich sowohl Kleinbauern-Kooperativen als auch größere Produzentenorganisationen besucht, die mit dem Fairtrade-System arbeiten. Ich habe mich auf das Fairtrade-Prämie System fokussiert, nicht nur, weil es sich dabei um einer der wichtigsten Teile von Fairtrade handelt, sondern auch, weil ich sehen wollte, ob das System wirklich so gut ist wie es klingt, ob die Gemeinschaften die Prämien wirklich bekommen und ob das System demokratisch ist.

In dieser Ausstellung zeige ich 12 Prämie Beispiele, in denen die Mitarbeiter/Kleinbauer-Kooperative Mitglieder ihre Stimmen gegeben haben, um sich für Projekte zu entscheiden, von denen sie entweder direkt profitieren, oder die den naheliegenden Gemeinschaften zugutekommen.Ich hoffe, diese Ausstellung trägt bei dazu, dass mehr Leute ihre Augen offen und die Wichtigkeit von Fairtrade-Produkten sehen.

Ich hoffe, durch diese Beispiele zu zeigen, dass, mindestens in diesen Fällen, das Fairtrade-System funktioniert und der richtige Weg ist.

Am Eröffnungstag werde ich anwesend sein, um mehr über den Projekt zu erzählen und gerne auch Fragen zu beantworten.

Ausstellung: 01.12.15 bis 31.01.16

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16.11.2015 – Buchvorstellung: Gegendiagnose, Beiträge zu radikalen Kritik an Psychatrie und Psychologie, 20 h

12191440_10153405079529051_1395576927675328705_nMit den Neuauflagen der Krankheitskataloge ICD und DSM werden die Grenzen dessen ausgedehnt, was als psychisch krank gilt. Formulierten in den 1960/70er Jahren noch außerparlamentarische Linke und ihr verbundene Psychiater_innen eine radikale Kritik an der Institution Psychiatrie, wurde im Anschluss daran die Kritik hauptsächlich von Betroffenen getragen und in die Praxis übersetzt. Heute findet Psychiatriekritik selbst im bürgerlichen Mainstream statt. Diese reibt sich allerdings lediglich an den aktuell in den Katalog aufgenommenen Diagnosen und den Interessen der Pharma-Industrie. Eine radikale Gesellschafts- und Machtkritik, wie sie die Alte und Neue Antipsychiatrie enthält, lässt sie jedoch vermissen.
Die Autor*innen möchten das Thema Antipsychiatrie wieder zurück in den Kanon emanzipativer Politik bringen und inhaltlich aktualisieren.

http://www.edition-assemblage.de/gegendiagnose/
Neben der Vorstellung des Bandes im Allgemeinen, werden zwei konkrete Beiträge exemplarisch von den Autor*innen vorgestellt.

Eintritt frei.

Eines Veranstaltung vom Buchladen zur schwankenden Weltkugel und dem Café Morgenrot.

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14.09.2015 – Buchpremiere: Selbstbestimmte Norm, Feminismus, Pränataldiagnostik, Abtreibung, 20 h

Der Buchladen zur schwankenden Weltkugel, der Verbrecher Verlag und das Café Morgenrot laden ein zur Buchpremiere.
11986461_10153282246934051_6018233727861748618_nIst wirklich alles in Ordnung, wenn bei der pränatalen Untersuchung keine Auffälligkeiten gefunden werden? Und was wenn doch? Als Feministin für ein Recht auf Abtreibung einzutreten, bedeutet nicht zwangsläufig, die hier entstehende Entscheidungssituation als Selbstbestimmung wahrnehmen zu müssen.

 

Kirsten Achtelik lotet in ihrem Buch das Spannungsfeld zwischen den emanzipatorischen und systemerhaltenden Potenzialen des feministischen Konzepts “Selbstbestimmung” in Bezug auf Abtreibung aus. So mischt sie sich in die aktuellen feministischen Debatten um reproduktive Rechte ein, die mit den zunehmenden Aktivitäten und Demonstrationen von “Lebensschützern” wieder aufgeflammt sind.
Zugleich ist es ihr Anliegen, einer neuen Generation von Aktivistinnen und Aktivisten die Gemeinsamkeiten und Konflikte der Frauen- und Behindertenbewegung sowie die inhaltlichen Differenzen zwischen Frauen mit und ohne Behinderung verständlich zu machen.
Vor allem aber stellt sich Achtelik der dringend zu klärenden Frage, wie ein nicht selektives und nicht individualisiertes Konzept von Selbstbestimmung gedacht und umgesetzt werden kann.

Wir freuen uns über zahlreiche Besucher_innen!

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